Vision von Schatten - Wütender Sturm

Hier findet ihr alles rund um die 6. Staffel.

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Vision von Schatten - Wütender Sturm

Beitrag von Eisvogel » 22. Jul 2019, 17:06

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Wütender Sturm (im Original: The Raging Storm) ist der sechste Band der Warrior Cats Staffel Vision von Schatten.

Erscheinungsdatum Englisch: 6. Nobember 2018
Erscheinungsdatum Deutsch: 17. Juli 2019
Seitenzahl: 359 Seiten

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Inhalt:

Alle Zeichen stehen auf Sturm. Und er wird alles verändern.
Die Spannungen zwischen den Clans stehen kurz vor der Explosion und das Schicksal des WolkenClans wird ein für allemal entschieden werden.
Der SchattenClan hat unter Tigerstern als neuem Anführer an Stärke zurückgewonnen und will sich gegen die anderen Clans behaupten. Der WolkenClan versucht noch immer, einen Platz zum Leben zu finden, doch niemand ist bereit, einen Teil seines Territoriums abzutreten. Vor allem der SchattenClan stellt sich quer. Alle Clans müssen nun zusammenhalten – oder sie werden alle fallen.

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von Twigelaf

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Re: Vision von Schatten - Wütender Sturm

Beitrag von Winterblatt » 8. Aug 2019, 00:12

Dann poste ich hier mal als Erste :D
Mit "Wütender Sturm" habe ich glaube ich ein neues Worst WarriorCats-Buch gefunden. Und das hat was zu bedeuten, denn als ich das vorherige festgelegt habe, ist so lange her, dass ich mich schon nicht mehr daran erinnere. Aber gut, an die Hälfte von Staffel 2 und 3 erinnere ich mich sowieso kaum, langsam verblassen auch die Erinnerungen an nähere Details in Staffel 1, 4, 5 und 6 habe ich frisch in Erinnerung, es kam denke ich irgendwas zurück, was mir in den anderen Staffeln gefehlt hat. An Staffel 6 habe ich sehr geschätzt, dass es nur kaum übernatürlicher als in Staffel 1 wurde und sich mal wieder mehr auf die Clangeschehnisse konzentriert wurde, jedoch...
Spoiler für: Wütender Sturm
...finde ich den Staffelabschluss überhaupt nicht gut gelungen. Mit dem WolkenClan war es die ganze Zeit ein sinnloses, unnötiges Hin und Her, wie sturköpfig muss man als Anführer sein, den SternenClan zu ignorieren und dem WolkenClan keinen Platz einzuräumen? Sowas hätte es in der ersten Staffel nicht derart gegeben, dass so auf den SternenClan gepfiffen wird. Blaustern hatte genug Gründe, aber im Falle der 6. Staffel. Welp. Und das erscheint mir bezogen auf die Autorinnen auch irgendwie nicht authentisch. Während des gesamten Bands habe ich gedacht, er wurde nur geschrieben, weil man unbedingt noch ein sechstes Buch brauchte.
Der ach so gewaltige Sturm wurde auch viel zu sehr aufgeputscht für das bisschen, was er letzten Endes war. Meine Theorie war, dass die Clans aus der Zerstörung hinaus zueinander finden - ein Jahrhundersturm, mit größerer Flut im FlussClan und SchattenClan, das mit dem Feuer haben sie bei Fluss aus Feuer ja bereits verspielt, was auch komplett sinnlos war letzten Endes, weil die Clans keinen Einfluss darauf hatten. Ich habe mir einfach mehr erwartet bei der Ansage des Klappentexts und der Prophezeiung, mit grollendem Donner und Blitzen, und zum Schluss war es ja doch mehr einfach nur stärker werdender Regen, dunkle Wolken und mehr nicht. Spannung einfach komplett verhauen. Wacholderkralles Tod schien mir auch mehr so, dass man sich dann keine Gedanken mehr darüber muss, wie es mit ihm weitergehen könnte. Aber ich bin froh, dass Schattenjunges nichts passiert ist. Wobei hier die nächste Sache kommt: Ich mag Schattenjunges als Charakter gerne, aber der Name. Ist es nicht eine Art unausgesprochene Regel der Clan-Katzen, ihre Jungen aus Respekt nicht nach ihren Gründern zu benennen? Allmählich bröselt irgenwie alles auf, was für mich das Gesetz der Krieger und das Gefühl dahinter ausmacht. ;-;

So viel mehr weiß ich auch schon gar nicht mehr zu sagen, meine Meinung über die
handelnden Charaktere hat sich nicht geändert.
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Re: Vision von Schatten - Wütender Sturm

Beitrag von Kydrian » 9. Aug 2019, 04:09

Und ich als zweites.
Spoiler für: Meine Meinung

Ich fand das Staffel Finale sehr mau. Es war sogar oft langweilig und ich muss auch sagen es ist das enttäuschendeste was ich bisher gelesen habe in der Warrior Cats Saga. Was sollte das ewige Hin und Her mit dem WolkenClan. Das Blattstern so kampflos geht passt so überhaupt nicht zu dem Charakter den ich über die Jahre von ihr kennengelernt habe. Vor allen das eine Prophezeiung des SternenClans so einfach nicht beachtet wird. Erst wird dauernd in der Staffel davon geredet wir müssen den WolkenClan finden, damit wir 5 Clans sind wie Krallen an einer Pfote und dann ist es allen anderen Clans egal wenn sie gehen?

So ein Schwachsinn, überhaupt schien das Buch nicht so richtig ausgereift zu sein. Der wütender Sturm war eher eine laue Brise. Kaum richtige Spannung. Und am Ende Friede Freude Eierkuchen, da machen auf ein Mal alle Clans Platz damit der WolkenClan doch noch bleibt. Hier hatte ich echt das Gefühl als wäre das ein Epilog zum Beenden der Saga. Es klang wirklich danach. Vielleicht war es auch geplant.

Wenn ich ehrlich bin hatte ich immer befürchtet das mit dem Kampf gegen Dunkelschweif und seine Streuner in der ersten Hälfte der 6. Staffel das Beste verschossen wurde und ich hatte wohl recht, die zweite Hälfte plätscherte so vor sich hin, kündigte immer was Großes an, was dann ja nicht kam. Genau wie der Tod von Wacholderkralle dem neuen zweiten Anführer des SchattenClans eher unnötig war.

Dieses Problem hätte man auch mit viel mehr Spannung und Action lösen können, das vielleicht doch noch ein Teil der Streuner was plant und deswegen alle 5 Clans zusammenarbeiten müssen mit ihren jeweiligen Talenten um gegen sie zu bestehen oder eben eine große Flut wo alle Clans zusammenstehen müssen und sich helfen ect. ect.

Wo eben die Anführer der vier Clans merken ohne den WolkenClans geht es nicht.

Aber gut damit ist die 6. Staffel beendet. Was sehr gut war es kam fast nichts mystischen vor in der Staffel, es wirkte wirklich wie die erste und es hat mir zu 90 % Spaß gemacht sie zu lesen. Im Ganzen war ich zufrieden mit der Entwicklung von Warrior Cats. Nun warten wir mal die 7. Staffel ab.
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Re: Vision von Schatten - Wütender Sturm

Beitrag von Tautropfen » 12. Aug 2019, 16:29

Am Anfang fand ich den Band okay, wenn auch ziemlich lahm für ein Staffelfinale. Jetzt, wo ichs mit der deutschen Ausgabe aber nun schon zum dritten mal lese, muss ich sagen, dass er mir mit jedem Mal lesen immer weniger gefällt.
Spoiler für: WS
Zuerst einmal zu den paar Dingen, die mir am Buch gefallen haben:

- Der Subplot mit Erlenherz, Pfützenglanz und den Eibenbeeren. Dass nur die Kerne von Eibenbeeren giftig sind, ist tatsächlich auch aus dem echten Leben gegriffen und sowas in den Plot einzubinden war ziemlich interessant und hat für netten Konflikt gesorgt, der absolut nachvollziehbar ist, weil nunmal eben jede Katze davon ausgegangen ist, dass immer die ganze Beere tödlich ist.

- Ich mag Fliegenpfote nicht besonders, aber diese kurze Szene, die sie mit ihrer Mutter Rußherz hat, nachdem sie von Zweigast angefahren wurde, war schon echt niedlich. Ich wünschte, die aktuelleren Bücher würden sich wieder mehr auf das Clanleben (Probleme, Wünsche, Ansichten, Verhältnisse zueinander) jenseits der Hauptcharaktere fokussieren - so wie eben hier mit dieser Szene.

Jetzt zum Schlechten:

- Zweigast als Mentorin: Ums gleich vorneweg zu nehmen: dass Zweigast nicht von Anfang an die perfekte Mentorin ist, finde ich absolut plausibel und vom Prinzip her nachvollziehbar - sie ist immerhin ne neue Kriegerin und hat keinerlei Erfahrung mit sowas und muss daher erstmal selbst lernen, wie das Ausbilden funktioniert. Was ich nicht gut finde ist, dass dieser Konflikt off-screen in einem Nebensatz gelöst wird. Warum dann das Ganze überhaupt so sehr thematisieren? Hinzu kommt außerdem, dass Zweigast auf die Art und Weise wie es gelöst wurde ("joa Fliegenpfote braucht ja nur immer neue Orte und fordernde Aufgaben um sich besser zu konzentrieren") überhaupt nicht behandelt, dass auch Zweigast Fehler gemacht und Fliegenpfote schlecht behandelt hat. Sie lernt nie daraus oder sieht wenigstens ein, dass ihre Methoden nicht sehr gut waren und das finde ich problematisch.

- Baum(s Rolle): Ich hasse Baum. Seit Daisy habe ich keinen Charakter aus dieser Reihe so sehr gehasst wie diesen. Seine Rolle als Mediator/Schlichter ist absolut nutzlos und sinnfrei (mal ganz abgesehen davon, dass er diese Rolle nicht mal gut - wenn überhaupt - erfüllt). Er ist ein Schmarotzer und ich wünschte er hätte die Clans verlassen. Urgh

- Verdummung der Charaktere zugunsten unnötigen Konfliktes: Erstmal möchte ich hier anmerken, dass diese Staffel viel, vieel zu überladen mit irgendwelchen Prophezeiungen (die die Hälfte der Zeit nicht einmal etwas beitragen) ist. Die Vision, die die Heiler hier bekommen haben von den Schösslingen war absolut eindeutig. Und trotzdem haben die meisten Anführer das nicht zu Herzen genommen. Es ergibt einfach keinen Sinn, die gesamte Staffel über wird ihnen wieder und wieder gezeigt, wie die Prophezeiungen ernst genommen werden sollen. Und hier ignorieren die meisten Anführer das und handeln vollkommen bescheuert, einfach nur damit es irgendwie Konflikt gibt (wobei mich da auch noch eine andere Sache stört, dazu aber gleich im nächsten Punkt).

- Und nun zu dem Punkt, der mich abgesehen von Baums Existenz am meisten gestört hat: Das Territoriumsproblem. Dieses gestreite um SchattenClan-Land und dass der WolkenClan sonst keinen Platz finden kann ist der allergrößte Bockmist den diese Staffel zu bieten hat. Ernsthaft mal, was zur Hölle, kann man einen Konflikt noch künstlicher erzeugen? Hinter dem SchattenClan- und DonnerClan-Territorium ist bis wer-weiß-wohin freies, unbewohntes Waldterritorium, genug um wer weiß schon wie viele weitere Clans zu beherbergen und nicht eine einzige verdammte Katze kommt auf die Idee, dass man das Territorium des WolkenClans dorthin verschieben könnte?

Man kann ihnen ja trotzdem nen schmalen Streifen zum See hin geben, wenn das das Problem ist (wobei sie im Alten Wald ja auch nicht ans Baumgeviert angebunden waren, also ist das auch nicht so wichtig). Und die Begründung in Wütender Sturm, dieses Gebiet wäre zu "gefährlich" und "wild" ist mindestens ebenso dämlich. Erstens sind das doch schon wild lebende Katzen. Wie viel mehr Wildnis will man denn da noch haben? Und zweitens zeigt Brombeersterns Sturm ziemlich deutlich, dass dort sehr wohl ohne Probleme gejagt und sich aufgehalten werden kann (und der Anfang der sechsten Staffel eigentlich auch - den Katzen von Dunkelschweif, die eben dort in diesen Wäldern ihr Lager hatten ging es ja auch gut, von den gewöhnlichen Streunerproblemen, die nichts mit dem Territorium zu tun haben mal abgesehen.)

Zu diesen punkten kommt auch noch eher schlechte Übersetzung (vertauschte Charaktere, falsche Namen, die seit nun mehreren Bänden unten abgeschnittenen Clanzeichen bei den Kapiteln, Rechtschreibfehler, etc.), aber die ist ja mittlerweile zu erwarten.

Des Weiteren sind da noch kleinere Dinge, wie das erzwungene Geheimhalten von Kieselglanz' Identität bis zum Schluss (was total überflüssig war) oder die Tatsache, dass man Wacholderkralle einfach hat sterben lassen, einfach damit sich niemand um irgendwelche Strafen oder Konsequenzen scheren muss. Aber die obigen Gründe, sind die, die mich am meisten gestört haben.

Ein Glück ist der erste Band der nächsten Staffel wieder wesentlich besser. Ich hoffe, sie wird nicht genau so ausschlagen wie diese hier a la erste Hälfte gut, zweite Hälfte schlecht
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Re: Vision von Schatten - Wütender Sturm

Beitrag von Simsalabim » 2. Aug 2020, 19:41

Ich kann mich zum Großteil den Meinungen über mir anschließen.
Im Gesamten fand ich die 6. Staffel gut, aber vor allem ab der Hälfte ist sie stark abgefallen was Spannung und Glaubwürdigkeit angeht. Sie war angenehm zu lesen, aber wirkte stellenweise auch erzwungen. An sich hätte man die ganze Geschichte vermutlich auch in drei oder vier Büchern erzählen können.
Den letzten Band fand ich ganz gut zu Lesen, aber inhaltlich dann doch größtenteils problematisch.

Spoiler für: Wütender Sturm
Fangen wir mit dem Positiven an.
Ich fand Zweigasts Standhaftigkeit bzgl der Jungen-Debatte mit Flossensprung gut. Während sein Verhalten wirklich gar nicht ging (sie sind nicht mal offiziell Gefährten und er bedrängt sie ununterbrochen, eine Familie zu gründen, obwohl sie beide eh noch so jung sind und sie es deutlich gemacht hat, dass es ihr zu früh ist), fand ich es positiv, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen. Außerdem war sie ehrlich: sie sagte, vielleicht würde sie später Junge wollen, vielleicht aber auch nie, aber falls Ja, dann auf jeden Fall mit ihm.

Dann die Story mit Erlenherz und den Todesbeeren. Das alles fand ich wahnsinnig spannend und auch wie ein kleiner Krimi. Überhaupt haben mir Erlenherz' Perspektiven immer ganz gut gefallen, weil ich seinen Charakter auch nicht so copy-paste finde wie manche andere.

Nun zum Negativen.
Ich finde Baums Charakter an sich interessant und auch seine Rolle als Mediator. Gerade weil die Anführer immer aneinander vorbeireden, war da starkes Potential. Dementsprechend schade fand ich, wie verschwendet das eigentlich war. Niemand hat ihm zugehört und er hat wirklich gar nichts schaffen können. Ich hätte mir irgendwie gewünscht, dass er zumindest ein bisschen Erfolg hat und nicht komplett nutzlos ist. Sodass vielleicht jeder Clan irgendwann einen Mediator hat. Was mich an ihm persönlich gestört hat, war, dass er wirklich ein kleiner Parasit ist und sich durchfüttern lassen will, ohne sich deswegen schlecht zu fühlen.

Wacholderkralles Tod. Einfach mal schnell sterben lassen, damit man ihn nicht verbannen oder umbringen muss. Überhaupt, wieso durfte er so lange im Clan bleiben?!

Dann das ganze Hin und Her mit dem WolkenClan-Territorium. Kam mir ziemlich erzwungen vor, als ob es einfach in die Länge gezogen worden wäre, damit man das Buch füllt. Es war von vornherein absehbar, dass jeder Clan ein Stück abgeben muss, damit es keinen Unfrieden gibt und das ganze funktioniert. Dass z.B. Brombeerstern erst gegen Ende dazu bereit war, fand ich unlogisch - eigentlich hätte ich das von Anfang an von ihm erwartet. Nebelstern hat mich ziemlich genervt, auch dieses Verhalten passte nicht zu ihr. Ich hatte vermehrt (in der ganzen Staffel) das Gefühl, dass gewissen Katzen willkürlich irgendeine Meinung oder ein Verhalten angedichtet wird, nur um Drama zu erzeugen - auch wenn es eigentlich gar nicht zu ihrem Charakter passt. Nebelstern ist natürlich niemand, der sich alles gefallen lässt, aber sie kann logisch denken, ist fair, gerecht und weitsichtig. Sich so zu verhalten hätte ich eher Leopardenstern zugetraut, aber ganz sicher nicht ihr. Und ebenso ging es mir mit Tigerstern. Er ist zwar ehrgeizig und hat auch ein gewisses Maß an Skrupellosigkeit, wie fast alle Schattenclan-Katzen, aber im Grunde ist er gerecht, klug und vor allem nicht gemein (zumindest war das immer meine Einschätzung). Allein, wie er Brombeerstern, seinen Onkel, behandelt, war einfach mies, aber auch sein feiges und unfaires Verhalten gegenüber dem Wolkenclan: erst ihnen Territorium anbieten und dann plötzlich Worte im Mund umdrehen und es so darstellen, als wäre der WolkenClan der Böse. Das hat ihn mir leider extrem unsympathisch gemacht.
Auch, wie das Ganze aufgelöst wurde, war mir irgendwie zu einfach: Nur wegen dem Sturm (der wohl eher ein laues Lüftchen war, vergleicht man ihn mit dem Sturm aus Staffel 4 oder dem Waldbrand aus Staffel 1) und weil sie alle gemeinsam Schattenjunges retten. Da hätte ich mir mehr erwartet.

Dann, vermutlich mein größter Kritikpunkt: wie mit dem SternenClan umgegangen wird. In Staffel 4 waren alle Clans empört, dass sie keine Verbindung mehr zu ihm haben. Ganz ehrlich, wäre ich der Sternenclan, hätte ich nach Staffel 6 auch keine Lust mehr auf das Ganze - konsequent werden Visionen und Warnungen ignoriert und wissentlich das Gegenteil davon gemacht. Dabei waren die Visionen ja wirklich überdeutlich, sodass man ganz klar wusste: Der WolkenClan muss bleiben. Dass die Anführer so wenig Respekt vor dem Sternenclan und auch ihren Heilerkatzen haben, fand ich grauenhaft und einfach traurig. Und eben auch erzwungenes Drama, weil es so leicht gewesen wäre, das richtige zu tun.

Ich hätte generell auch noch mehr Potential gesehen, gerade beim Wolkenclan. Dadurch, dass der Clan alleine gelebt hat, haben sie ja andere Erfahrungen und Traditionen, wie etwa die Tageslichtkrieger. Aber sie könnten auch in anderen Sachen ein anderes Verhalten haben, was irgendwie interessant gewesen wäre. Ich erinnere mich dunkel, dass sie im Special Adventure die Große Versammlung als eine Art Gespräch verwendet haben, zu erzählen, was im Clan im letzten Mond so passiert ist, Gutes und Schlechtes. Das hätten sie im Wald ja unter sich beibehalten können. Oder, keine Ahnung, irgendwelche coolen Rituale, die man noch nicht kennt. Es wäre so viel Platz gewesen, dass der WolkenClan auch eine Bereicherung darstellt und die Clans von ihm etwas Neues lernen!

Und noch einmal generelle Kritik: ich habe viel weniger Bindung zu den Charas als noch in den ersten Staffeln. Das kann natürlich auch an mir liegen, aber es ist schon traurig, wenn einem das Schicksal von über der Hälfte des Clans irgendwie egal ist, weil sie gefühlt alle austauschbar sind und ich bei den ganzen Namen auch nicht durchblicke, und einige eben ihre Persönlichkeit so ändern, dass sie gerade zur Szene passt.

Ich versuche außerdem, mich nicht mehr über Rechtschreib - oder inhaltliche Fehler aufzuregen. Klappt nur so mäßig xD

>> Sim
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