Jaaaaa ach man ich weiß nicht. Nachdem die siebte und achte Staffel wirklich wirklich gut war (like, für Warrior Cats) und ich das Gefühl hatte, es wurde sich wirklich Gedanken über neue Charaktere und Plots gemacht, scheißt die neunte Staffel bisher wirklich rein. Wir sind jetzt bei der Hälfte angekommen und es passiert nichts. Nichts, absolut gar nichts, man weiß nicht so richtig, wo die Autorinnen eigentlich hinwollen, die Bedrohung ist irgendwie dieselbe wie in den letzten vier Staffeln, teilweise wirkt alles so geforced, weil das "Wir können keinen Kontakt mit StarClan aufnehmen" gab's wirklich schon zu oft; auch wenn es jetzt einen anderen Hintergrund hat.
Moonpaw tat mir in diesem Band wirklich leid. Sie vertraut sich Goldenpaw und seiner Schwester an, erzählt ihnen von Morningkit und die ziehen direkt den gesamten ThunderClan ins Vertrauen. Seitdem wird sie eigentlich nur noch wie eine Ausgestoßene behandelt und idfk was da Squirrelstars Plan ist?! "Joa, diese Schülerin hat eindeutig Probleme ... Lassen wir diese anderen beiden Schüler nachts über sie wachen (wer braucht schon Schlaf lol) und tun ansonsten so, als wäre sie minderwertig." Brambleclaw versucht zwar, Morningkit während seines Sterbens mit in den SternenClan zu nehmen, aber das funktioniert nicht und Moonpaw wird verdächtigt, was mit seinem Tod zu tun zu haben.
(Den fand ich btw. fast das beste an dem Buch; ich mag Brambleclaw zwar wirklich nicht, aber die Szenen, wie sich alle Katzen von ihm verabschieden (und Jayfeather nennt ihn endlich seinen Vater?! love it) und dass sich viel Zeit für seine Totenwache genommen wurde, mochte ich sehr.)
Tree wird auch hinzugezogen, chillt aber nur kurz mit Moonpaw, meditiert mit ihr und zieht wieder ab. Anstatt ... zu warten, bis Morningkit für ihn sichtbar ist, mit ihr zu reden oder dieses Ritual zu machen, mit denen die Sisters Geister ins Licht schicken? Make it make sense.
Am Ende entscheidet sie sich, die Clans ganz zu verlassen und Goldenpaw folgt ihr. Die beiden zusammen sind ganz cute, vor allem weil Morningpaw schon einmal versucht hat, Goldenpaw zu unaliven und er trotzdem zu Moonpaw hält.
Tawnypelt hat mich nur gelangweilt tbh. Ja, ich mag sie, aber auch hier sind mir eigentlich nur die Szenen mit Brambleclaw in Erinnerung geblieben, weil die wenigstens emotional waren. Ansonsten zieht sie vom ThunderClan zum SkyClan, zum ThunderClan, zum WindClan und wieder zum ThunderClan. Sie hat jetzt seit 3 BÄNDEN diese Prophezeiung von Bluestar und hat es jetzt erst geschafft, mit allen Eldern aus allen Clans zu reden, um ... gar nichts zu erfahren.
Ja, sie zieht sich dann irgendwie diesen Schluss aus dem Hintern, dass die Träume der Elder wohl darauf hindeuten, dass eine Gruppe Katzen zum alten Territorium des SkyClans wandern muss, um dort in der Höhle Kontakt mit dem StarClan aufzunehmen - nachdem die Katzen im WindClan von einer Wiese und Wind geträumt haben?! "Das interpretiert wohl jede Katze anders :D"
NEIN Tawnypelt, Wiese und Wind ist nicht dunkle Höhle. Das wirkt alles so geforced und yippie, nachdem es im letzten Band eine unnötige Mission zu den Stammeskatzen gab, wird's im nächsten Band wohl eine unnötige Mission zur Schlucht geben. Kann mich kaum halten.
Die Lovestory mit Crowfeather hat mir in diesem Band endgültig den ick gegeben, like von ihm kam bisher noch NICHTS, kein Blick, keine netten Worte, gar nichts. Ihre Gefühle waren ja schon irgendwie so stumpf einfach da, aber er setzt sich hier irgendwann random mit ihr ans Wasser, sagt "Wir haben doch Gefühle füreinander, oder? Lass mal was starten, wir sind beide scheiße alt und haben nicht mehr viel Zeit."
Romantischer wird's nicht. Crowfeather wirkt wie dieser verzweifelte Mann im hohen Alter, der nach sieben Scheidungen dringend noch jemanden für die Altersvorsorge braucht und sich nochmal richtig ins Zeug legen will.
Starlingpaw kann ich auch nach drei Bänden nicht einschätzen. Crowfeather ist ja am Anfang verletzt und gammelt in den Bergen rum, Starlingpaw sieht seinen Geist mehrmals hintereinander (davon abgesehen hat Starlingpaw jetzt schon zehnmal oder so Geister gesehen, aber kommt immer noch nicht zu dem Schluss, dass er EVENTUELL die Kräfte seiner Familie geerbt haben könnte), aber anstatt mit ihm zu sprechen und herauszufinden, was Crowfeather für eine Prophezeiung erhalten hat, versteckt er sich und "hört zu".
Crowfeather hat natürlich nichts besseres zu tun, als als Geist ne Runde zu drehen und dabei Selbstgespräche zu fühlen like "Hm, diese Prophezeiung die das und das besagt hat, ist ganz schön kompliziert. Vielleicht sollte ich das alles mal in einem Monolog ausführen." Starlingpaw erfährt also, dass eine Katze aus den Clans eine Bedrohung werden KANN (was wir ... eigentlich schon wussten? Irgendwie? Seit Band 1?) und verpetzt Crowfeather auf der großen Versammlung, weil er diese Information zurückhält. Der ist mega pissed, alle anderen Katzen aus dem SkyClan sind aber AUF EINMAL super begeistert von Starlingpaw, das ganze chapter danach ist voll mit "Oh Starlingpaw, you're so brave!" "I wish I was so brave!" "You're so clever!" "I wish I had your courage!" und irgendwie soll das wohl sein character trait werden, idk, auch das wirkt sehr an den Haaren herbeigezogen.
Nachdem er so geglazed wurde, speaked er jetzt bei jeder kleinen Gelegenheit up und ist wirklich nicht mehr nur irrelevant für den Plot, sondern ging mir auch gewaltig auf die Nerven.
"I think there's a fox outside"
"well, I think that it's something else" Starlingpaw said very bravely.
"No, how dare you to speak up!" Hawkwing said.
("Omg he's so BRAVE" some NPC cat whispered)
Ja und das war's irgendwie? Leafstar testet weiterhin meine patience, ich hasse sie mit jeder Faser meines Körpers, jetzt will die alte Schrulle DEN GANZEN CLAN zurück in das VERSEUCHTE alte Territorium schleppen, nur weil das Leben am See nicht aus Sonnenschein und Regenbögen besteht. Wirklich, bei jedem kleinsten Problem ist Leafstars Lösung sofort "WE NEED TO LEAVE AHHHH" und absolut alles, was sich der SkyClan am See aufgebaut hat, wird irrelevant. Please leave, Leafstar, aber nur du alleine.
Tigerstar ging mir in diesem Band (genau wie in den letzten drei und der gesamten achten Staffel) auch nur auf die Nerven, weil er so dumm und stur und völlig irrational handelt. Sollte er nicht vom StarClan sowas wie Weisheit bekommen haben? Es gibt wieder Prophezeiungen, der Moonpool is closed, Dinge passieren, aber ne, das löst sich bestimmt von alleine und alle, die was dagegen tun wollen, sind dumm. Holy shit. Wenigstens kommt er auf der letzten Seite zur Besinnung, als die Katzen erkennen, dass aus dem Moonpool ein Ferienparadies gemacht wurde.
Damit hört das Buch auch auf, irgendwie ohne so ein richtiges Finale. Wie schon in den letzten zwei Bänden plätschert das alles vor sich hin, ich hoffe in den nächsten Büchern kommt mal ein bisschen Tempo rein?